Zeitgenössische Kunst in Indonesien mit Begeisterung diskutiert

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Zeitgenössische Kunst in Indonesien stand im Mittelpunkt des Interesses während des 21. Sarasehan, die von der Indonesischen Botschaft in Berlin durchgeführt wurde. Mehr als 30 engagierte deutsche Zuhörer waren beim Vortrag von Claudia Seise, einer früheren Stipendiatin der „Darmasiswa“-Programms der indonesischen Regierung des Jahres 2005-2006, zugegen. Seise, die ein Jahr am Institut Seni Indonesia (Indonesisches Institut für Kunst – ISI) in Yogyakarta und ein weiteres Jahr in 2008-2009 in der gleichen Stadt verbrachte,  widmete ihr Interesse der Entwicklung der Kunst in Indonesien, insbesondere in Yogyakarta.

 Die frühere Stipendiatin veröffentlichte ein Buch „One Year on the Scene: Contemporary Art in Indonesia“, in dem ihre Erfahrungen und Kenntnisse über indonesischen Kunstszene artikuliert sind. Teilnahme an mehr als 50 Ausstellungen und zahlreiche Interviews und Diskussionen mit indonesischen Künstlern stellen ein Teil ihrer reichhaltigen Erfahrungen dar. Das Buch konzentriert sich auf Yogyakarta, weil diese Stadt historisch als Zentrum der traditionellen Kunst und Kultur gilt, aber auch deshalb, weil die moderne und zeitgenössische Kunst Indonesiens in dieser Stadt ihre Geburtsstätte nach der Unabhängigkeit des Landes haben.  Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die die indonesische Kunst als Gegenstand haben, ist Seises Buch auf die unbekannten, meist jüngeren Künstler konzentriert. Seise sieht in diesen ein Potential, zeitgenössische Kunst in Indonesien zu gestalten und zu entwickeln.

In ihrem Buch lenkt Seise die Aufmerksamkeit der Leser auf die Existenz und Schwierigkeiten solcher Künstler in ihrem Alltag und die Rolle zeitgenössischer Kunst im Leben, Tradition und Kultur, Familienleben, Gesellschaft und Religion in gegenwärtigem Indonesien.

Seise studiert an der Humboldt Universität in Berlin und veröffentlicht auch Beiträge in verschieden Publikationen, unter anderem in der Jakarta Post und in Visual Arts, einer in Indonesien erscheinenden Kunstmagazin. Sie nahm Islam vor drei Jahren an und engagiert sich aktiv in den Veranstaltungen der Al Falah Moschee in Berlin.

Sarasehan ist eine populäre Veranstaltungsreihe der indonesischen Botschaft in Berlin, wo Akademiker, Mitglieder der Nichtregierungs-organisationen und Freunde Indonesiens zusammenkommen und über interessanten Themen über Indonesien diskutieren.